Im Konfirmationsgottesdienst
bestätigen die Konfirmanden ihre Taufe und werden damit als
mündige Mitglieder in die Gemeinde aufgenommen. Mit der
Konfirmation ist oft auch noch die Zulassung zum Abendmahl verbunden.
In vielen Gemeinden ist jedoch schon jeder Getaufte zum Abendmahl
eingeladen, also auch die Kinder. Volkstümlich gilt die
Konfirmation darüber hinaus auch als
"Übergangsritus", der das Ende der Kindheit anzeigt.
Der
Konfirmation geht ein Konfirmationsunterricht voraus. Diese kirchliche
Unterweisung erstreckt sich je nach Landeskirche
über einen Zeitraum zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Dort lernen die "Konfis" die
Grundzüge des christlichen Glaubens (besser) kennen und prüfen für
sich, ob sie weiter der evangelischen Kirche angehören wollen. Mit
der Konfirmation sagen die Konfirmanden und Konfirmandinnen
"Ja" zu ihrer Taufe. Die Kirche überträgt den
Jugendlichen alle Rechte, die jedes Kirchenmitglied hat und die
Gemeinde verspricht, sich für die Interessen der Jugendlichen
einzusetzen. Im feierlichen Gottesdienst bittet die Gemeinde, dass
Gott auch in schweren Zeiten des Erwachsenwerdens und in den Stürmen
des Lebens bei den Jugendlichen sein möge.
Als theologischer Vater der Konfirmation gilt der Reformator Martin
Bucer (1491 - 1551), der sie seit 1534 in Straßburg forderte und
zuerst in der hessischen Kirche verwirklichte. Da sie Ähnlichkeiten
zum katholischen Sakrament der Firmung aufweist, stieß sie jedoch
damals auf relativ wenig Gegenliebe. Erst im 18. Jahrhundert setzte
sie sich langsam durch, seit dem 19. Jahrhundert ist die
Konfirmation in ganz Deutschland üblich. |